Schauraum März 2008 Fabrik


Ausstellung

08.-10.März 2008

Wäscheleinen-Projekt Deutschland 2008
 

Ausstellungseröffnung am Internationaler Frauentag
 

Präsentation der Ergebnisse der Aktion Standpunkte gegen Gewalt an Frauen
und Wäscheleinenprojekt in Worms


(Frauenhaus Worms,
DRK-Kreisverband Worms
und Warbede Frauenzentrum e.V.)
 
Eröffnung am Samstag,
 08.03.08 von 18.00 bis 21.00 Uhr -

weitere Öffnungszeiten der Ausstellung:

 Sonntag, 09.03. und Montag, 10.03.08 von 15.00 bis 19.00 Uhr


Die Kampagne ist eine Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne gegen Gewalt an Frauen. Initiiert wurde die Kampagne vom Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Schirmherrin ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Frau von der Leyen.

Die Kampagne ist ein Mitmachaktion. Frauen haben die Möglichkeit, ihre Haltung zum Thema Gewalt an Frauen zu zeigen, indem sie einen Satz oder einen Spruch gegen Gewalt fotografieren lassen und ihn dann als ihren Standpunkt veröffentlichen.


Wäscheleinenprojekt


Das Wäscheleine-Projekt Deutschland’ hat es sich seit 1997 zur Aufgabe gemacht, Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt/überlebt haben, eine öffentliche Stimme zu verleihen. Frauen, die von Gewalt betroffen sind, sind eingeladen, ein T-Shirt zu gestalten. Das T-Shirt ist ein persönlicher Ausdruck dessen, was sie erlebt hat. Es kann mit der Tat selbst zu tun haben, mit ihren Gefühlen danach oder mit Reaktionen von anderen etc. Die T-Shirts werden bei Veranstaltungen und öffentlichen Aktionen, die sich mit Gewalt an Frauen auseinandersetzen, auf einer Leine aufgehängt. Damit haben von Gewalt betroffene Frauen die Möglichkeit der Öffentlichkeit etwas mitzuteilen und auf eine ganz persönliche Art und Weise auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.

Das erste Wäscheleine-Projekt ist 1990 in den USA entstanden. Inzwischen existieren Wäscheleine-Projekte in mehreren Ländern. In Deutschland wird das Wäscheleine-Projekt zentral von uns durchgeführt. Wir sind bundesweit aktiv und arbeiten während der Ausstellungen intensiv mit lokalen Organisationen, die sich mit der Thematik sexualisierte Gewalt gegen Frauen beschäftigen, zusammen.

Durch das persönlich gestaltete T-Shirt wird das einzelne Frauenschicksal mit seinem Ausmaß an Verletzungen deutlich, ohne dass die Anonymität der Frau verletzt wird. Es zeigt zugleich die Kraft einer Frau, zu überleben.

Das Projekt bricht mit dem gesellschaftlichen Schweigen über Gewalt gegen Frauen und erhöht das öffentliche Bewusstsein über deren Auswirkungen.

Gewalt gegen Frauen und vor allem sexuelle Gewalt ist immer noch ein Tabuthema. Daher suchen wir immer wieder Möglichkeiten die Alltäglichkeit sexueller Gewalt in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Vor allem wollten wir in diesem Jahr betroffenen Frauen die Möglichkeit geben in einer anonymen Form ihren Erfahrungen Ausduck zu verleihen - ohne in die Nähe einer Betroffenheit heuchelnden Berichterstattung zu kommen.



FrauenProjekt PDF