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_Gedenk- und Lernort ehemaliger Güterbahnhof

 
 
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Bahnhofsareal
Nicht abseits, sondern im potentiellen Bebauungsgelände
rund um den ehemaligen Güterbahnhof soll ein Ort des Erinnerns,
des Mahnens und Lernens geschaffen werden: eine Gedenkstätte
für die Opfer rassistischer Deportationen in der Zeit des Naziregimes.
Sie waren Bürger/innen aus Worms: Juden, Sinti und Roma,
die zwischen 1940 und 1942 zur systematischen Ermordung
in Konzentrationslager verschleppt wurden.



Die Gedenkstätte wird künstlerisch gestaltet und folgt pädagogisch

dem Konzept der Verbindung von schriftlicher Information, bildhafter
Darstellung und greifbarer  Symbolik. Sie umspannt einen rechteckigen
Raum von vielleicht acht mal zehn Metern.
Auf der einen Seite befindet sich ein Prellbock für Züge, auf der anderen Seite
stehen zwei stelenartige Informationstafeln, in deren Mitte ein Steinblock
mit Guckloch verankert ist. Von den Stelen führen zwei dicht nebeneinander liegende,
begehbare Stein- oder Schotterwege in gerader Linie zum Prellbock;
sie werden links und rechts von einer Reihe relativ kleinwüchsiger Bäume umgrenzt.



Die Informationsstelen geben einen Einblick in das (veränderte)
Leben in Worms zur Zeit der Nazis sowie in Erkenntnisse über die
Deportationen, die Deportierten und die Täter aus Worms. Außerdem
sind die Adressen des Jüdischen Museums Raschihaus und der Gedenkstätte
des ehemaligen Konzentrationslagers Osthofen vermerkt.



Durch das Guckloch im Steinblock zwischen den Informationstafeln k
ann eine Abfolge von Fotos deportierter Juden, Sinti und Roma sowie
Dokumente dieser Zeit betrachtet werden. Die Bilder werden weder kommentiert
noch erläutert, sie sprechen für sich.


PRELLBOCK

Im Prellbock ist eine Platte eingelassen, auf der die Namen der Opfer
der Wormser Deportationen eingraviert sind. Die Namensliste

wird offen  gehalten für mögliche spätere Nachträge, wie sie sich
noch durch die Forschung ergeben können.



Die Stein- oder Schotterwege zwischen Informationsstelen und
Prellbock symbolisieren die Schienen des Todes ; zwei Ruhebänke
entlang der Wege ermöglichen den Besucher/inne/n, über das
Gelesene und Gesehene nachzudenken.


Das Wormser Bündnis gegen Naziaufmärsche stellt diesen Vorschlag
zur Errichtung und Gestaltung einer Gedenkstätte Güterbahnhof 
der öffentlichen Diskussion. Der Wormser Künstler Michael Mahla
entwarf auf Bitte des Bündnisses hierfür eine erste Skizze.


Was halten Sie davon? Sagen Sie uns Ihre Meinung, übermitteln
Sie uns Ihre Vorstellungen eines würdigen Gedenkens an die Opfer
der Deportationen:


Bündnis gegen Naziaufmärsche
c/o Wormser Arbeitslosenzentrum
Karmeliterstraße 6
67547 Worms
E-Mail: bue.g.n-aufm@hotmail.de

Verantwortlich für den Inhalt: Werner Schlösser


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