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Als im März 2011 die Bilder aus Fukushima die Welt erschütterten, veränderte sich auch der Blick auf die Kühltürme von Biblis, die über Jahrzehnte das Panorama unserer Nachbarschaft prägten. Die Katastrophe wurde zum Katalysator für eine der bedeutendsten gesellschaftlichen und technischen Weichenstellungen der Bundesrepublik. Nur drei Tage nach dem Unglück verfügte die Bundesregierung ein dreimonatiges Moratorium für die ältesten deutschen Reaktoren. Was als kurzes Innehalten begann, mündete im Sommer 2011 in einen breiten parlamentarischen Konsens: Der beschleunigte Atomausstieg wurde beschlossen. Für unsere Region bedeutete dies das endgültige Aus für den Standort Biblis – ein Moment, der die Sorge vor dem „Super-GAU“ durch die Gewissheit der Sicherheit ersetzte.
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Festlich in die Zukunft: Heute blicke ich auf diesen Entschluss nicht nur als das Ende einer Technologie zurück, sondern als den Beginn einer neuen Ära. Für den Wonnegau war und ist dies ein Versprechen an die kommenden Generationen. Wo einst die Sorge um die Unversehrtheit unserer Weinberge und Heimat mitschwang, wächst heute die Kraft der Erneuerung. Ich feiere heute die Entscheidung für die Bewahrung unserer einzigartigen Kulturlandschaft. Der Ausstieg war kein bloßes „Nein“, sondern ein mutiges „Ja“ zum Wonnegau – zu seiner Natur, seiner Sicherheit und seiner Lebensqualität. Der Atomausstieg nach Fukushima war der mutige Befreiungsschlag, der unsere Heimat Biblis und den Wonnegau endgültig von der Gefahr des Super-GAUs erlöste. Heute strahlt unsere Region als sichere, lebenswerte Kulturlandschaft, die voller Stolz und Zuversicht in eine strahlende Zukunft ohne Atomkraft blickt.
Mit dem Ende der Ära Biblis haben wir das Damoklesschwert über unserer Nibelungenstadt endgültig beiseitegelegt und den Weg für ein Worms geebnet, das allein durch seine Lebensfreude strahlt. Heute feiern wir die Sicherheit unserer Heimat und die Reinheit unseres Rheins mit einem stolzen: Öchsle statt Becquerel!“ Mit dem Ausstieg haben wir das Rheintal von einer unsichtbaren Last befreit und den Weg geebnet für eine Heimat, in der Sicherheit und Lebensfreude Hand in Hand gehen. Wo einst die Sorge um die Kühlung wohnte, feiern wir heute die Reife unserer Trauben und stoßen voller Zuversicht an: Öchsle statt Bequerel" und "Freier Blick auf den Melibokus"
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Flaschenpfand -Kampage für das Bundesumweltamt 1989 |
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