Wormser Stadtmauer, Zeichnung von Mahla

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Wormser Stadtmauer

Drawing by / Zeichnung von Michael Mahla um 1980

 

FEDER.HTM
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NibelungenMuseum

BÜRGERBEGEHREN@NIBELUNGENMUSEEUM

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Web-Seite über Stadtverschandelung in Worms von Raiph Haussler

 

 
 

Man kann Architektur nicht wie ein Konsumgut behandeln;

denn wenn sie zur Ware wird, verliert sie ihre Seele

und wird zum bloßen Raumbildungs-Abfall.“

— Frei nach Kenneth Frampton —


Plädoyer für eine ehrliche Kulturpolitik: Substanz statt Filzbeton

Die zeitgenössische Kulturpolitik ist zur Bricolage verkommen – zum bloßen Basteln an Symptomen. Während wir uns in einem „Ramschmosaik ausgesuchter Mittelmäßigkeiten“ verlieren, verschieben sich die Prioritäten weg vom Inhalt, hin zur reinen Bauökonomie. Das Ergebnis? „Leuchttürme“, die als Grabmale der Vernunft enden.

Ein mahnendes Beispiel ist das Nibelungenmuseum in Worms. Hier wurde die historische Stadtmauer zur bloßen Kulisse für eine multimediale Hülle degradiert. Man versuchte, die „Kapital-Deckungsgrenze“ durch Technik zu sprengen, doch das Ergebnis ist eine Event-Architektur, deren Hardware schneller altert als die Fördermittelbescheide. Es ist das Paradoxon unserer Zeit: Wir investieren Millionen in den „Filzbeton“ repräsentativer Neubauten, während die authentische Substanz daneben ungenutzt verfällt.

Dass es anders geht, zeigt das preisgekrönte Heimatmuseum in Nordheim. Es ist Musterbeispiel für „Weniger ist mehr“. Hier musste sich kein Konzept gegen die Vernunft durchsetzen, weil die Qualität in der Reduktion und der didaktischen Ehrlichkeit liegt. Es ist ein Museum, das aus der Substanz lebt, statt sie zu konsumieren.

https://heimatverein-nordheim.de

Der Besuch ist ein hervorragender Schlusspunkt und ein starkes philosophisches Fundament für jede weitere Debatte. Während Politik oft als das „Aushandeln von Interessen“ (und damit als veränderbare Mehrheitsmeinung oder „Geschmackssache“) verstanden wird, folgt Kulturpolitik einer tieferen Verpflichtung. Sie ist das Gedächtnis einer Gesellschaft und die Bewahrerin ihrer Identität.

Hier geht es nicht um „Gefallen“ oder „Nicht-Gefallen“, sondern um:

Wahrhaftigkeit: Den Respekt vor dem Zeugniswert der Geschichte (Substanz vs. Kulisse).

Verantwortung: Der Schutz des Erbes vor der kurzfristigen ökonomischen Verwertung.

Nachhaltigkeit: Werte zu schaffen, die über die nächste Legislaturperiode und den nächsten Technologzyklus hinaus Bestand haben.

Wenn Kulturpolitik zur Geschmackssache oder zum Spielball der Bauwirtschaft wird, verliert sie ihre moralische Instanz. Das Beispiel Nordheim zeigt, dass Qualität objektivierbar ist, wenn sie sich an der Substanz orientiert – während das „BauMosaik“ in Worms beweist, dass purer Geschmack (oder Zeitgeist) ohne inhaltliches Fundament teuer scheitert.

Politik entscheidet über das Heute, Kultur entscheidet über das Gestern im Morgen

 

 
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