Stilgeschichte des Informel - vom Flaschenhals zur Transformationszone

  DRY_016K Die komplexe, urbane Architektur wird durch den Spiegelungs-prozess in Kontraste und Linien zerlegt. Es findet eine Abstraktion statt. Aus der dreidimensionalen Stadtstruktur wird ein zweidimensionales, vektorielles Formensystem. NY wird von seiner rein abbildhaften Funktion befreit.
  Schlüsselbild dieser Serie ist das Bild "Dry" welches die Schritte zum Formellen aufzeigt >  
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in der architektonischen Metamorphose entsteht ein aus dem Motiv ein Vektor: Aus der Spiegelung im Hals wächst das tektonische Element heraus – ein „Architrav“ oder „Formel-E“.

Hier vollzieht sich die Loslösung in einem Schritt zur autonomen Kunst. Das Element hat sich von der Flasche und vom New-York-Bezug emanzipiert. Es steht nun als eigenständige, serielle und vertikal rhythmisierte Struktur im Raum.

   

Diese Formen oszillieren permanent an der Grenze zur Lesbarkeit.

Sie erinnern an Schriftzeichen (Glyphen, Runen, Hebräisch oder Kybernetik), verweigern sich aber einer phonetischen Übersetzung - sie sind Notation einer Schwingung.

 

    Die Formen ähneln sich in ihrer Duktus-Struktur gegenseitig („Selbstähnlichkeit“), wodurch sie ein geschlossenes semantisches System bilden, das nur innerhalb dieser Leinwand Gültigkeit besitzt.

 

chrono (10k) formel_B formel_A dry

 

 

Farbfeldmalerei

ABB. Als Vorgänger der Farbfeldmalerei kann die

Hintergrund-Fläche einer Schülerarbeit gelten

die Stadtstellt den Hintergrund des Betrachter;

der Blick aus dem Raum, durch das Fenster.

Farbfeldmalerei Informel A (140x140cm,1989) und B (60x80cm,1991)
formel_B formel_A dry